- Januar 2009. Das ist das Datum, an dem Bitcoin faktisch ins Leben gerufen wurde. Der Start erfolgte nicht mit einer Pressekonferenz oder einer Risikokapitalrunde. Es erschien, als eine pseudonyme Figur – oder eine Gruppe von Figuren – unter dem Namen Satoshi Nakamoto die erste Bitcoin-Software der Öffentlichkeit zugänglich machte.
Nakamotos Identität bleibt eines der größten ungelösten Rätsel der Finanzwelt. Wir wissen, dass sie Programmierer waren. Wir wissen nicht, ob dieser Programmierer eine Person oder ein Team war. Was wir wissen ist, dass die von ihnen entwickelte Software eine feste Obergrenze hatte. Die Gesamtzahl der Bitcoins, die jemals existieren könnten, wird auf 21 Millionen geschätzt. Diese Grenze ist im Code verankert. Ohne einen Konsens, den das Netzwerk noch nicht erreicht hat, kann es nicht geändert werden.
Wer diese Münzen erwerben möchte, kauft sie nicht bei einer Bank. Sie beteiligen sich an dem, was technisch als Bergbau bezeichnet wird. Der Vorgang wird oft als virtuelle Lotterie beschrieben. Es ist ein kompetitives Ratespiel. Bergleute nutzen leistungsstarke Computer, um komplexe mathematische Rätsel zu lösen. Der erste, der das Rätsel löst, darf den nächsten Transaktionsblock zur Blockchain hinzufügen. Als Belohnung für diese Arbeit gibt das Netzwerk neue Bitcoins aus.
Durch diesen Mechanismus gelangen neue Münzen in den Vorrat. Auf diese Weise sichert sich das Netzwerk auch selbst. Sie gewinnen nicht nur einen Jackpot. Sie zahlen für den Strom und die Hardware, die zur Validierung des Systems erforderlich sind. Der Schwierigkeitsgrad dieser Rätsel passt sich im Laufe der Zeit an, um die Blockerstellungsrate konstant zu halten.
Wie die 21-Millionen-Obergrenze den Wert von Bitcoin beeinflusst
Die Knappheit von Bitcoin ist kein Zufall. Es ist eine Funktion. Nakamoto hat das Angebot so konzipiert, dass es im Laufe der Zeit durch „Halbierungen“ abnimmt. Alle 210.000 Blöcke – also etwa alle vier Jahre – wird die Belohnung für Miner halbiert. Dies verlangsamt die Geschwindigkeit, mit der neue Münzen erstellt werden.
Diese Struktur imitiert Edelmetalle wie Gold. Es gibt eine endliche Menge. Es kann nicht von einer Zentralbank gedruckt werden. Aus diesem Grund betrachten viele Anleger Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel und nicht als Währung für den Kaffeekauf. Das feste Angebot erzeugt einen deflationären Druck. Steigt die Nachfrage, während das Angebot schrumpft, steigt tendenziell der Preis.
Dies ist jedoch keine Garantie. Der Preis wird von der Marktstimmung bestimmt. Regulatorische Neuigkeiten. Technologische Entwicklungen. Und die Energiekosten des Bergbaus.
Die Rolle der Miner im Netzwerk
Miner sind das Rückgrat des Bitcoin-Ökosystems. Sie sind nicht nur Lottospieler. Sie sind Sicherheitsleute. Indem sie dem Netzwerk Rechenleistung zur Verfügung stellen, machen sie es für jedermann unglaublich schwierig, Münzen doppelt auszugeben oder den Transaktionsverlauf zu ändern.
Der Prozess ist energieintensiv. Dies wurde von Umweltverbänden kritisiert. Es stellt aber auch sicher, dass das Netzwerk robust ist. Um das Netzwerk anzugreifen, bräuchte man mehr Rechenleistung als alle anderen Miner zusammen. Das ist unerschwinglich teuer.
Wenn Sie also vom Bitcoin-Mining hören, denken Sie weniger an ein einfaches Spiel als vielmehr an eine globale Sicherheitsinfrastruktur. Es ist ein Rennen. Es ist teuer. Und nur so entstehen neue Bitcoins.
Wer ist Satoshi Nakamoto?
Der Name Satoshi Nakamoto ist wahrscheinlich ein Pseudonym. Der Schreibstil in frühen Forenbeiträgen und E-Mails lässt auf einen englischen Muttersprachler mit einem präzisen, technischen Verstand schließen. Die Identität wurde jedoch nie bestätigt.
Es wurde über mehrere Personen spekuliert
















