Der Patentpool, der den amerikanischen Film tötete und Hollywood baute

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Thomas Edison hat nicht nur die Glühbirne erfunden. Er versuchte, die Zukunft des visuellen Geschichtenerzählens zu patentieren.

Im Jahr 1908 führte er eine Koalition aus zehn großen Filmunternehmen zu einer Stiftung namens Motion Picture Patents Company (MPPC). Sie nannten es den „Movie Trust“. Das Ziel war einfach und rücksichtslos: das totale Monopol.

Wenn man zwischen 1908 und 1912 in Amerika Filme machen wollte, hat man sich an deren Regeln gehalten. Oder du wurdest niedergeschlagen.

Der Einfluss des Kartells auf die Produktion

Das MPPC war nicht nur eine Ansammlung von Freunden. Es war ein Würgegriff für die Technologie.

Zu den ursprünglichen Mitgliedern gehörten die amerikanischen Giganten Edison, Vitagraph, Biograph, Essanay, Selig, Lubin und Kalem. Sie sicherten sich auch Verträge mit den französischen Schwergewichten Pathé, Méliès und Gaumont.

Zusammen besaßen sie die meisten wichtigen Patente. Kameras. Projektoren. Alles.

Sie haben nicht nur ihre eigenen Patente gebündelt. Sie nutzten ihre Macht, um Lieferanten zu schikanieren. Edisons Team erzwang einen Vertrag mit der Eastman Kodak Company. Kodak war zu dieser Zeit der größte Hersteller von Rohfilmmaterial. Der Deal war krass. Kodak konnte Filme nur an vom MPPC lizenzierte Unternehmen verkaufen.

Keine Lizenz. Kein Film. Kein Film.

Auf diese Weise kontrollierte die Motion Picture Patents Company die Branche. Sie nutzten die Hebelwirkung der Lieferkette, um jeden auszuhungern, der nicht in den Pot einzahlte.

Die Regeln des Trusts

Der MPPC kontrollierte nicht nur die Versorgung. Sie diktierten die Kunst.

Sie glaubten, das Publikum sei einfach. Sogar dumm. Daher wurde die Filmlänge begrenzt. Filme waren auf eine oder zwei Rollen beschränkt. Das sind maximal zehn bis zwanzig Minuten.

Längere Filme? Der Trust behauptete, das Publikum könne die Aufmerksamkeitsspanne nicht bewältigen. Sie wollten schnelle Snacks, keine Spielfilme.

Sie verboten auch die Verwendung von Schauspielernamen.

Warum? Weil Sterne teuer waren. Wenn ein Filmemacher einen Schauspieler befördert, könnte dieser Schauspieler höhere Gehälter verlangen. Das MPPC wollte dafür sorgen, dass Talente kommerzialisiert und billig bleiben. Sie wollten gesichtslose Darsteller, keine Persönlichkeiten.

Die Durchsetzung war aggressiv.

Unabhängige Filmemacher, die sich weigerten, beizutreten, wurden schikaniert. Kinos, die nicht lizenzierte Filme zeigten, wurde mit der Verweigerung der Ausstattung gedroht. Es war Wirtschaftsterror. Wenn Sie gegen das Vertrauen gekämpft haben, haben Sie Ihre Ausrüstung verloren. Du hast deinen Film verloren. Sie haben Ihr Geschäft verloren.

Der Zusammenbruch und der Exodus

Das Vertrauen war mächtig, aber es war auch blind gegenüber Marktveränderungen.

Im Jahr 1912 wurden die Risse sichtbar.

Europäische Produzenten waren auf dem Vormarsch. Unabhängige Schöpfer fanden Schlupflöcher. Und das Publikum begann, mehr als zwanzigminütige Kurzfilme zu verlangen.

Die Arroganz des Trusts ging nach hinten los. Die Einschränkungen fühlten sich archaisch an. Die Belästigung fühlte sich bedrückend an.

Heftiger Widerstand nahm zu. Filmemacher außerhalb des MPPC schlossen sich zusammen. Sie produzierten qualitativ hochwertigere Arbeiten. Sie verwendeten längere Formate. Sie nutzten Sternenkraft.

Der Trust konnte nicht mithalten. Es bremste Innovationen aus, während seine Konkurrenten rasend schnell vorankamen.

Im Jahr 1917 löste ein Gerichtsbeschluss die MPPC endgültig auf. Der Movie Trust war tot.

Die Geburt Hollywoods

Hier ist die Wendung.

Der MPPC ist nicht einfach gescheitert. Es schuf versehentlich die Geographie von