Produzentengüter definieren: Warum sie nicht zum BIP beitragen

0
24

Produzentengüter sind die Rohstoffe und Zwischenprodukte, die Hersteller kaufen, um etwas anderes herzustellen. Sie werden nicht an den Endverbraucher verkauft. Stattdessen sitzen sie in der Mitte der Lieferkette. Ein Stahlträger ist ein Produktionsgut. Das Gleiche gilt für Mehl, bevor es zu Brot wird.

Diese Elemente werden entweder Teil des Endprodukts oder verschwinden während der Verarbeitung vollständig. Einen Reifen kauft man nicht für den Wert des Autos. Du kaufst ein Auto. Sobald der Reifen angebracht ist, verliert er seine eindeutige Identität.

Diese Unterscheidung ist wichtig für die Art und Weise, wie wir die Wirtschaftsleistung eines Landes messen. Der Preis von Produktionsgütern wird bei der Berechnung des Bruttosozialprodukts (BSP) und des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht berücksichtigt. Ihre Einbeziehung würde zu Doppelzählungen führen.

Wenn man den Weizen, dann das Mehl und dann das Brot zählen würde, würde man den wirtschaftlichen Gesamtwert aufblähen. Das ist ein Fehler. Nur der vom Verbraucher gezahlte Endpreis fließt in das BSP ein.

Wie Mehrwert funktioniert

Wie erklären Ökonomen also die in jeder Phase geleistete Arbeit? Sie nutzen die Mehrwertmethode.

Dieser Ansatz berechnet die Wertsteigerung bei jedem Produktionsschritt. Diese Inkremente werden summiert, um den Gesamtwert des Endprodukts abzuschätzen.

  1. Ein Bauer baut Weizen an. Der Wert beträgt 1 $.
  2. Ein Müller verarbeitet es zu Mehl. Der Mehrwert beträgt 2 $.
  3. Ein Bäcker backt Brot. Der Mehrwert beträgt 5 $.

Die Gesamtwertschöpfung beträgt 8 $. Dies entspricht dem Endpreis des Brotes. Die Vorleistungsgüter (Weizen und Mehl) werden in der Endabrechnung nicht berücksichtigt, um eine Inflation der Wirtschaftszahl zu vermeiden.

Warum diese Auszeichnung für Anleger wichtig ist

Für Unternehmensleiter ist das Verständnis von Produktionsgütern nicht nur eine akademische Angelegenheit. Es ist ein Signal.

Wenn die Bestellungen für Produktionsgüter steigen, ist dies oft ein Hinweis auf zukünftige Konsumausgaben. Fabriken bestellen nur dann mehr Stahl, wenn sie erwarten, mehr Autos zu verkaufen. Bäcker bestellen nur dann mehr Mehl, wenn sie mehr Kunden erwarten.

Durch die Verfolgung dieser Daten können Sie erkennen, wohin sich die Wirtschaft entwickelt, bevor das Endprodukt auf den Markt kommt. Es handelt sich um einen Frühindikator. Die Konsumausgaben sind ein nachlaufender Indikator. Sie sehen das Ergebnis, nicht die Ursache.

Vergleich von Zwischenprodukten und Endprodukten

Funktion Produzentengüter (Zwischenprodukt) Konsumgüter (endgültig)
Endbenutzer Unternehmen, Hersteller Einzelpersonen, Haushalte
BIP/BSP-Inklusion Ausgeschlossen (um Doppelzählungen zu vermeiden) Im Lieferumfang enthalten
Wertberechnung Abwicklung über Mehrwertmethode Gesamtmarktpreis
Identität Oft verloren oder verändert Bleibt deutlich

Dieser Rahmen stellt sicher, dass die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen die tatsächliche Vermögensbildung widerspiegeln und nicht nur den Warenverkehr. Es verhindert die Illusion eines Wachstums, das darauf beruht, dass dasselbe Material mehrmals den Besitzer wechselt.

Das System ist nicht perfekt. Die Messung der Wertschöpfung erfordert präzise Daten aus jeder Phase. Aber es ist der Standard. Ohne sie wären Wirtschaftsberichte nutzlos. Sie würden einfach immer wieder dieselben Kosten verursachen.