Wie ein Düsentriebwerksvertrag die Legende, die Luxusautos baute, in den Bankrott trieb

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Der Name Rolls-Royce weckt Bilder von silbernen Kühlergrills und stiller Kraft. Aber das Unternehmen, das hinter den berühmtesten Luxusautos der Geschichte steht, ist nicht dasselbe Unternehmen, das heute die Motoren baut, die über Ihrem Kopf fliegen. Es handelt sich um zwei getrennte Unternehmen, die aus einem einzigen Unternehmenszusammenbruch hervorgegangen sind.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1906. Charles Rolls, ein wohlhabender Pionier im Automobil- und Luftfahrtbereich, schloss sich mit Henry Royce, einem akribischen Ingenieur, zusammen. Sie gründeten Rolls-Royce Ltd., um Autos zu bauen, die erwartungsgemäß makellos konstruiert waren. Die Aufstellung liest sich wie ein Katalog der Perfektion. Es gab den Silver Ghost, der 1906 als 40/50-PS-Modell auf den Markt kam. Dann kam die Phantom-Serie im Jahr 1925. Die Silver Dawn folgte im Jahr 1949. Die Silver Cloud im Jahr 1955. Der Silver Shadow im Jahr 1965. Und schließlich der Silver Seraph im Jahr 1998.

1931 erweiterte das Unternehmen seine Reichweite durch die Übernahme von Bentley Motors Ltd. Ein weiterer Hersteller hochwertiger Autos schloss sich dem Unternehmen an.

Doch während die Autos Schlagzeilen machten, passierte in den Hangars noch etwas anderes. Rolls-Royce begann mit der Entwicklung von Kolben- und Strahltriebwerken für Flugzeuge. Der 1914 eingeführte Eagle war nur der Anfang. Im Laufe der Zeit wuchs der Bereich Turbinentriebwerke und machte den größten Teil des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus. Die Luftfahrtsparte entwickelte sich zum finanziellen Schwergewicht.

Diese doppelte Identität schuf ein fragiles Gleichgewicht. Die Luxusautosparte war eine Prestigemarke. Der Bereich der Strahltriebwerke war ein industrieller Schachzug mit hohem Risiko.

Das Glücksspiel ging 1971 schief.

Rolls-Royce unterzeichnete einen Festpreisvertrag mit Lockheed Aircraft zur Produktion eines Triebwerks für das L-1011 TriStar-Jetliner. Der Deal war riskant. Festpreisverträge in der Luft- und Raumfahrt sind gefährlich, wenn die Kosten steigen oder die Entwicklung ins Stocken gerät. Das haben sie getan. Die finanzielle Belastung war unmittelbar. Rolls-Royce ging bankrott.

Die Folgen veränderten die britische Industrie. Die Regierung schritt ein, um das strategische Gut zu retten. Die Triebwerkssparte wurde vom Staat übernommen. Später wurde es als Rolls-Royce PLC privatisiert, das Unternehmen, das auch heute noch Verkehrs- und Militärflugzeuge antreibt.

Der Automobilsparte drohte jedoch ein anderes Schicksal. Es wurde in Rolls-Royce Motor Holdings Ltd. umstrukturiert und privatisiert. 1980 wurde es von Vickers Ltd. übernommen. Der Eigentümerwechsel war damit noch nicht zu Ende. 1998 verkaufte Vickers den Automobilbereich an die Volkswagen AG.

Der Verkauf war mit einem bizarren Vorbehalt verbunden. Volkswagen besaß die Bentley-Linie, besaß jedoch nicht die Rechte am Namen Rolls-Royce für Autos. Die BMW AG hatte diese Rechte. Die Vereinbarung war neu: BMW würde ab 2003 die Herstellung von Autos unter dem Namen Rolls-Royce übernehmen. Volkswagen behielt Bentley.

Also, welcher ist der echte Rolls-Royce?

Der Triebwerkshersteller ist das ursprüngliche Unternehmen, das den Bankrott und staatliche Eingriffe überstanden hat. Der Automobilhersteller ist der lizenzierte Nachfolger und operiert unter Lizenz von BMW. Sie teilen eine Abstammungslinie. Sie teilen einen Namen. Sie teilen sich keine Bilanz.

Für Käufer ist die Unterscheidung wichtig. Wenn Sie einen Flugzeugmotor wollen, rufen Sie Rolls an